Keine Zwei unter Zwei

Es ist nun sicher: es werden keine zwei unter zwei. Und damit herzlich Willkommen lieber siebenter Übungszyklus. Heute ist Zyklustag vier und der letzte Zyklus hat es ziemlich spannend gemacht. Seit der Schwangerschaft hatte ich bisher sechs Zyklen zwischen 27 und 29 Tagen. Ich hatte mich so gefreut, endlich so einen vorbildlichen Zyklus zu haben. Zwar laut Ovulationstests ohne Eisprung in fünf von sechs Fällen, aber immerhin. Ich war irgendwie stolz auf meinen Körper. Klingt albern, ist aber so.

Immerhin hatte ich in der letzten Kinderwunschphase zum Teil bis zu 50 Tage Warterei. Nun im 6. ÜZ gab es an ZT 35 die Gewissheit. Klingt objektiv betrachtet irgendwie nach nix, aber sechs mal 24 Stunden zu hoffen (obwohl vier Schwangerschaftstests was anderes behaupten), dass es geklappt hat - das hat es schon in sich.

Ich versuche es positiv zu sehen - keine zwei Kindergeburtstage im August, keine zwei unter zwei und weiterhin die Chance, das mein Arbeitsvertrag im nächsten Jahr dann doch verlängert wird, wenn alles gut läuft.

Vermutlich soll es so sein, aber es tut trotzdem weh.
Nächste Woche habe ich einen Vorsorgetermin bei meiner neuen Frauenärztin. Da muss dann zum einen beichten, dass ich die Überweisung für die Beckenbodengymnastik nicht eingelöst habe. Zum anderen werde ich mit ihr sprechen, ob es sinnvoll ist, eine Hormonüberwachung (oder wie auch immer der medizinische Fachbegriff dafür ist) bei mir zu machen.
Na dann, auf ein Neues!
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Wickelt ihr denn immer noch mit diesen …Stoffwindeln?

Kurz bevor die Wehen einsetzten, habe ich noch die frisch eingetroffenen Windeln aufgehangen unter skeptischen Blicken meiner Nachbarin. Ein paar Monate später dann folgende Frage von ihr „Wickelt ihr denn immer noch mit diesen Stoffwindeln?“

Das ist eine Situation die stellvertretend steht, weil einfach niemand aus meiner näheren Umgebung von meiner Idee mit Stoff zu wickeln begeistert war.

So wurde mir mehrmals prophezeit: „länger als sechs Wochen macht ihr das sowieso nicht“. Aber als junge Erstlingsmutter ist man diese „klugen Ratschläge“ ja gewohnt und so trägt mein Sohn auch mit über einem Jahr noch überwiegend Stoff am Po. (Derzeit haben wir für nachts noch nicht unser System gefunden, suchen aber noch.)

Unsere Erfahrungen nach 14,5 Monaten Stoffwindeln

Bereits im Kreißsaal bekam unser Sohn die erste Stoffwindel angelegt. Das ist so Standard in dem Krankenhaus, wo ich entbunden habe. Bei Verlegung kam dann die Pampers ans Kind.

Als wir nach Hause kamen, hingen die besagten von mir aufgehangenen Windeln noch auf der Leine. Unter anderem auch meine heiß geliebte AiO Newborn von Thirsties im Design Ocean Life, die Sohni dann auch beim Fotoshooting an hatte.

Die ersten Tage griffen wir dann allerdings doch noch auf Wegwerfwindeln zurück, gerade auch deswegen, weil wir nur  diese eine Newborn-Windel hatten. Die Onesize Windeln passen (laut Hersteller) erst ab ca. 4,5kg. Als er die dann geknackt hatte, wickelten wir nur noch mit den Stoffis.

In unserer Kommode tummeln sich seitdem diverse Systeme und Hersteller. Unsere derzeitigen Favoriten sind Pockets von Little Bloom und die Prefold-Überhosen von Milovia, gDiapers haben bei uns ein dauerhaftes zu Hause gefunden. Genauere Infos folgen noch in einem gesonderten Beitrag.
Höschenwindeln (HöWi) haben wir auch schon diverse ausprobiert, bisher aber noch keine für uns gefunden. Nachts schlief Sohni damit noch unruhiger als sonst und bisher hat auch noch keine die ganze Nacht gehalten.

Windelmanufakturwindeln (WMW) – ich habe mich total in diese Windeln verliebt! Leider ist Größe 1 bei uns schon zu klein und Größe 2 sitzt irgendwie überhaupt nicht mehr.

Seit Eingewöhung bei der Tagesmutter sind auch noch ein paar All-In-One-Windeln bei uns eingezogen, die wir derzeit noch testen.

Das so als mega-kurzer Überblick. Wenn Interesse besteht, kann ich euch einzelne Windeln noch etwas genauer unter die Lupe nehmen in separaten Beiträgen.

Vor- und Nachteile WWW vs Stoffies

PRO Stoffwindeln / CONTRA Wegwerfwindel

  • weniger Müll, der unsere Umwelt belastet
  • keine Chemie an Babys Po
  • Stoffwindeln sind schön
  • …deswegen hat man auch mehr Spaß beim Wickeln
  • Stoffwindeln halten den Kackplosionen viel besser Stand
  • stoffgewickelte Kinder werden (angeblich) schneller trocken
  • mit einer Stoffi-Grundausstattung spart man Geld beim Wickeln

neutral

  • Ist die Stoffisucht erst einmal entbrannt, ist der Sparfaktor sehr schnell in Windeln investiert, sodass es sich ausgleicht.
  • Zeit/Arbeitsaufwand
    • Entweder immer wieder losfahren und Windeln kaufen + schleppen oder ein-zwei Waschmaschinen mehr pro Woche.

CONTRA Stoffwindeln / PRO Wegwerfwindeln

  • mit Stoffis bist du in jeder Krabbelgruppe der Öko-Alien
  • unterwegs kannst du die benutzte Windel nicht einfach weg schmeißen
  • Kita, Schwiegermütter, Babysitter, Väter, … müssen oft liebevoll überredet werden
  • je nach System ist der Wickelvorgang vielleicht (gerade anfangs) ein wenig umständlicher

Tipps und Tricks zum Stoffi-Start

  • Verbohrt euch nicht auf ein System und verbohrt euch nicht auf Stoffwindeln – probiert euch aus und guckt, was am besten funktioniert.
  • Kauft nicht zu viel! Am besten probiert ihr ein paar verschiedene Systeme, nutzt dafür zum Beispiel Testpakete, die verschiedene Shops oder StoffwindelberaterInnen anbieten.
  • Rechnet euch doch einfach mal aus, was ihr mit Stoffwindeln an Geld spart!
  • Papa/Oma/Opa/Tante/Mama will nicht mitziehen? Vielleicht bekommen sie Lust, wenn sie selbst ein Design aussuchen dürfen?
  • Kommt unbedingt in die Facebook-Gruppe „Stoffwindel-Chat“ – dort erfahrt ihr einfach alles über Stoffwindeln.
  • Mein Argument für fast jeden „Ja, aber…“-Kommentar: Früher zu Großmutters Zeiten ging es doch auch! Die Kinder sind mit Stoffwindeln in den Kindergarten gegangen, die Kinder haben mit Stoffwindeln laufen gelernt. Und seit Großmutters Zeiten hat sich zudem sehr viel getan im Thema Stoffwindeln.

Puh… Also der erste echte Stoffwindel-Beitrag war irgendwie gar nicht so einfach und ein bisschen konfus ist er auch geworden, aber genau so ist eigentlich auch der Einstieg ins Stoffwickeln. Also bekommt ihr den Beitrag jetzt trotzdem einfach in dieser Form auf den Bildschirm gepfeffert und ich gelobe Besserung für die hoffentlich folgenden Stoffwindel-Beiträge.

 

 

 

Tops und Flops unserer Erstaustattung

Gemeinsam mit euch möchte ich in die wirre Gedankenwelt einer Schwangeren eintauchen. Also in meine Gedanken von vor etwa 15 Monaten. Welche Erstanschaffungen kann ich im Nachhinein empfehlen, welche nicht? Hat etwas gefehlt und wovon hatten wir viel zu viel:

Kinderzimmer

  • Gymnastikball – Top! In manchen Nächten habe ich zwar stundenlang auf dem Ding gesessen und es verflucht, aber wenn die Alternative heißt mit schreiendem Kind durch die Wohnung zu tigern, dann lieber ein bisschen Sport um 03 Uhr nachts.
  • Nachtlicht Wickeltisch – Ja, guter Gedanke. Unseres war noch ein wenig zu hell. Vor allem aber braucht es ein ganz kleines Licht am Nachttisch der Mama zum Stillen – das ist zu Beginn in finsterer Nach nämlich gar nicht so einfach. Mittlerweile sind wir aber Wickel-Profis und erledigen das ganz ohne Licht vorne übergebeugt im Gitterbett.
  • ca. 3 Spannbettlaken 70 x 140 – Sehr gute Investition, vor allem ist hier gebraucht kaufen absolut sinnvoll. Habe nochmal welche nachgekauft (für die Tagesmutter).
  • Bettchen – Unser Sohn schläft seit diesem Sommer in seinem Bett in seinem Zimmer (meistens). Aber schon vorher war des Bett praktisch, um eine Ablagemöglichkeit außer dem Wickeltisch im Kinderzimmer zu haben. Mit dem Bett sind wir auch zufrieden, obwohl wir auch mit einem Floorbed liebäugeln, wo man sich ganz einfach dazu legen kann.
  • Matratze – Ich kann nicht negatives von unserer Matratze berichten. Vor allem der waschbare Bezug ist sehr nützlich. Wir haben außerdem noch eine Rollmatrate von Träumeland gekauft als Reisebettersatz (wird dann einfach auf den Boden gelegt). Diese zweite Matratze kann auch mal ganz nützlich sein, wenn der Bezug der einen gerade auf der Leine trocknet.
  • Kleiderschrank – Noch bin ich zufrieden, befürchte aber, dass seine Klamotten langsam zu groß werden für die doch sehr flachen Schubladen.
  • Wickelkommode – Top!
  • Wickelaufsatz – Top!
  • Schälchen für Wickelkommode – Von den Schälchen nutzen wir nur eines, aber im Set waren auch ein Mülleimer (nutzen wir für die Wegwerfwindel nachts und das benutzte Windelvlies) und ein Haken an dem nun immer der Wetbag baumelt.
  • Wickelauflage – Ich habe noch eine breitere Wickelauflage aus Baumwolle dazu gekauft, weil ich mich bei einer anderen Mami verliebt habe und man auf dem Wickeltisch eh nichts mehr hinstellen kann, was nich vom Kind in Beschlag genommen wird. Die abwischbare schmale Unterlage vom Anfang liegt allerdings noch immer obenauf (mit einem Handtuch darauf).
  • Regal Wir können mittlerweile zwar nichts mehr so wirklich darin verstauen (Wickelzeug, Unterlagen, Ersatzteile von den Möbeln, …), weil unser Sohn alles ausräumt. Aber eigentlich war es ja sowieso als Spielzeugregal gedacht. Top!
  • Stehlampe – Leuchtet uns jeden Abend den Weg zum Bett.
  • Teppich Wunderbar zum darauf sitzen und spielen. Man glaubt ja vorher gar nicht, wie sehr sich das Leben auf den Fußboden verlagert.
  • Bilderrahmen – Mittlerweile hängen auch noch solch kleine Wölkchen von IKEA über dem Bett. Gefällt uns noch immer sehr.
  • Heizstrahler – Wir nutzen ihn hin und wieder immer noch (haben eine kleine Frostbeule). Am Anfang war er für uns ein absolutes Muss.
  • Mobilé – Zum ersten Weihnachten gab es dann ein gekauftes Drachen-Mobilé aus Holz, dass auch jetzt noch gerne beim Wickeln angeschaut wird.
  • Kleiderhaken – Seitdem wir die Sachen für Draußen im Eingangsbereich haben, ist nun auch wieder Platz und man kann mal wieder was erkennen. Sohni spielt gerne an den Baumel-Beinen des Wikingers. 
  • Utensilo – Nützlich!
  • Vorhang – Wir machen den Vorhang zwar nie zu, aber schön sieht er aus.
  • Windeleimer – Wir nutzen zwar einen Wetbag, aber haben trotzdem noch zwei Eimer an der Wickelkommode: einen Mülleimer und einen Eimer in dem die „normale“ Schmutzwäsche landet.
  • Thermometer – Brauchen wir mittlerweile eigentlich nicht mehr… Am Anfang eigentlich auch nicht, da hat er ja bei uns geschlafen. Wenn Thermometer, dann am besten eines für das Elternschlafzimmer.

alles andere

  • Nässeschutz für Matratze – Hier reicht mittlerweile ein Moltontuch im Kopfbereich, weil Sohni es irgendwie hinbekommt, dass ein Großteil der Milch nicht im Mund sondern auf dem Laken landet. Im (Windel-)Notfall wird Matratze und Laken gewaschen. Ein Nässeschutz macht sicherlich beim trocken werden wieder Sinn, dann hat er vermutlich aber schon ein größeres Bett.
  • Sonnensegel für den Kinderwagen  Tut seinen Dienst. Die Methode „Spucktuch drüber hängen“ funktioniert auch mal, ist aber nicht ganz ungefährlich, da sich die Luft so im Kinderwagen staut. Seitdem wir den Sportaufsatz oft in Fahrtrichtung machen, ist das Sonnensegel überflüssig.
  • Kinderwagen – Der Sportsitz ist nicht ganz so durchdacht wie die Babywanne, aber wir sind trotzdem SEHR zufrieden mit unserem ABC Viper 4S. Wir haben uns außerdem noch einen Buggy gekauft, den wir dauerhaft im Auto deponieren.
  • Autositzadapter für den Kinderwagen – Haben wir eigentlich gar nicht gebraucht. Vielleicht eins – zwei mal.
  • Regen-/ Moskitoschutz für Kinderwagen und Autoschale – Regenschutz für den Kinderwagen nutzen wir noch immer (wenn er auch ziemlich lädiert ist mittlerweile). Mückenschutz und Regenschutz für die Autoschale haben wir nie gebraucht.
  • 2 Laken für den Kinderwagen – Top.
  • Stubenwagen – War etwa 4 Monate in Gebrauch. Wir wären auch ohne ausgekommen, aber er war ja sowieso ein Erbstück.
  • Autositz Mit dem Autositz waren wir nicht ganz so zufrieden. Er war einige Male in Reparatur. In diesem Zeitraum hatten wir das Nachfolgemodell, das uns besser gefallen hat. Bei beiden Römer-Schalen waren allerdings die Gurte für den Stoffipo zu eng bemessen.
  • Isofixstation – Ist natürlich bequem, aber ehrlichgesagt hatte ich mir das Installieren mit den Gurten komplizierter vorgestellt. Sicherlich kommt man auch gut ohne Isofix aus.
  • passendes Zubehör: – Sehr sinnvoll.
  • BabyBay + Matratze  Prizipiell unverzichtbar für uns. Allerdings hätte ich im Nachhinein lieber die XL-Version gehabt. So hat Sohni sehr schnell einfach zwischen uns geschlafen.
  • Babyphone – Erfüllt seinen Zweck. Bei unseren dicken Wänden auf jeden Fall notwendig. Bei einem zweiten Kind würde ich in ein Babyphone mit Kamera investieren. Die Spieluhrfunktion des Babyphones nutzen wir jeden Abend.
  • Wickeltasche  Die Wickeltasche vom Beginn ist nun wieder Handtasche. Als Wickeltasche nutzen wir derzeit einen Weekender von Lässig und sind sehr zufrieden. Allerdings brauchen wir im momentanen Alltag kaum noch eine Wickeltasche.
  • Tragesystem  Marsupi und Tuch haben sich am Anfang bewährt. Die Manduca ist wieder verkauft und wir haben uns eine Kokadi Taitai angeschafft. Die Tücher haben sich auch vermehrt.
  • Fläschchen – Brauchten wir eigentlich fast gar nicht. Das eine Mal, als ich weg war, hat mein Mann die abgepumpte Milch mit einer Medela-Flasche gefüttert. Seitdem ich abgestillt habe, nutzen wir Medela und Avent. *Meiner Stillgeschichte werde ich wohl noch einen eigenen Beitrag widmen.*
  • Nuckel – Nach etwa drei Wochen (?) hat unser Sohn einen Schnuller bekommen. Derzeit bekommt er ihn nur noch zum Schlafen und manchmal zum Auto fahren.
  • Handmilchpumpe – Handmilchpumpen kann ich, bei ernsthaften Pump-Ambitionen, überhaupt nicht empfehlen. Ich habe eine elektische Pumpe von meiner Schwägerin geerbt mit der ich mit Ach und Krach pro Pumpvorgang 25ml zusammen bekommen habe.
  • Fläschchenbürste und -spülmittel – Sinnvoll, wenn man Fläschchen nutzen will.
  • Babybadewanne – Nutzen wir auch jetzt noch.
  • Rotlichtlampe – Haben wir am Anfang eins – zwei Mal bei rotem Po probiert. Hat aber nicht wirklich was gebracht und verstaubt seitdem.
  • Milchpulver – Braucht man zu Beginn definitiv nicht. Nach dem Abstillen mussten wir dann einige Sorten durchprobieren.
  • ungeplante Anschaffung Laufstall – Haben wir von Monat drei bis sechs genutzt ca. Wären auch ohne ausgekommen. Staubt derzeit ein und nimmt Platz weg.
  • ungeplante Anschaffung – Unbedingt! Momentan wird es als „Rollator“ genutzt.
  • ungeplante Anschaffung: Wippe – Hätte ich nicht gedacht, aber haben wir sehr viel genutzt. Vor allem zum Beikoststart. Für ein zweites Kind würde ich mir auf jeden Fall die Wippe von BabyBjörn anschaffen.
  • ungeplante Anschaffung: Baby-Badeeimer – Drei Mal genutzt. War ein bisschen Wellness fürs Baby.
  • ungeplante Anschaffung: Nestchen – Leider passt das Nestchen von der Größe her nicht so ganz, aber es hängt jetzt irgendwie hinter den Gitterstäben und macht eine kuschelige Atmosphäre.
  • Spieluhr – Hilft mittags beim Einschlafen.
  • Babydecke – Wir haben gar nicht so viele Söckchen bekommen, dafür haben wir jetzt wirklich genug decken. Eigentlich zu viele. Der Knüller war die Decke von meinen Kollegen auf der der Name falsch aufgestickt war.
  • Pucktuch – Andere Mütter aus meinem Rückbildungskurs haben öfter und länger gepuckt, aber sinnvoll war diese Anschaffung trotzdem.
  • 10 Moltontücher – Wir haben noch ein paar nachgekauft. Wir nutzen die vor allem als Unterlage im Bett und als Wickelunterlage unterwegs.
  • 7 Spucktücher – Wir haben mittlerweile VIEL VIEL VIEL mehr Spucktücher. Zum Wickeln, zum Weg wischen, zum Kuscheln, …
  • Fußsack für den Autositz / Kinderwagen – Den Babyfußsack habe ich einmal benutzt, da hat das Kind geschrien wie am Spieß im Auto. Im Kinderwagen hätte ich ihn sicherlich nutzen können, wir haben aber lieber ein großes Daunenkissen und ein (gebraucht erstandenes) Lammfell genutzt.

Anziehsachen

  • 6 Bodys – In unseren Schrank kommen nur noch Bodys von H&M (mit Druckknopf am Halsausschnitt und die Mitwachsbodys von Jaoko-O alle anderen fand ich doof.
  • 6 Oberteile – nice Try. Viel mehr…
  • 4 Strampler – Auch wenn wir lieber Hosen und Shirts anziehen, Strampler sind doch für Baby immer sehr gemütlich.
  • 3 Söckchen – Wir haben vier Paar Socken geschenkt bekommen und mussten noch nachkaufen.
  • 4 Schlafanzüge – Ich persönlich mag mittlerweile lieber die zweiteiligen Pyjamas, die finde ich zum Nachts-Im-Dunkeln-Wickeln am praktischsten. Aber die Anzüge sind natürlich gerade für die ganz kleinen viel gemütlicher.
  • 2 Schlafsäcke – Wir brauchen immer so 3 Schlafsäcke pro Größe + Saison. Das die Windel zwei Nächte hintereinander ausläuft kommt leider öfters vor.
  • 2 gemütliche Hosen – Mehr!!!
  • 1 – 2 Stubenhäubchen – Brauchten wir nicht.
  • 1 Jäckchen Zu Beginn brauchten wir eigentlich keine Jacke, sondern haben lieber Fleeceanzüge o.ä. drüber gezogen.
  • 1 Paar Kratzhandschuhe – Braucht man nicht. Söckchen tun es auch.
  • 3 Strumpfhosen Mehr!
  • Lätzchen – Wir nutzen mittlerweile nur noch die Lätzchen mit Ärmeln von IKEA.
  • Dreieckstücher, Mützchen – Wir bevorzugen mittlerweile Schlupfmützen, aber an Mützchen kann ich eigentlich selten vorbei gehen.
  • Bodyextender – „Unsere“ Bodys passen auch ohne Extender.

Pflegeprodukte

  • Wegwerfwickelunterlage – Wurden anfangs genutzt (da die Unterlagen häufiger auch unterwegs beschmutzt wurden), mittlerweile nutzen wir Stoff.
  • Windelwaschmittel – Wir nutzen normales Vollwaschmittel. Demnächst möchte ich das Waschmittel von der Waschkampagne ausprobieren.
  • 30 Mullwindeln – Sehr gut!
  • 3 Höschenwindeln für die Nacht – Hier hält bisher KEINE Windel die ganze Nacht

  • 3 (mitwachsende) Überhosen – Gerade für die Kita haben wir mittlerweile mehr. Meiner Meinung nach sind MILOVIA die besten Überhosen überhaupt.
  • Wegwerfwindeln für Neugeborene – Bis die OneSize Windeln endlich passten, haben wir mit WWW gewickelt. Derzeit wickeln wir nachts größtenteils noch mit WWW.
  • Snappies – Anfangs haben wir die Mullwindeln ums Kind gefaltet, da haben wir sie gebraucht. Nun werden die Mullis zur Einlage gefaltet und die Snappies stauben ein.
  • Waschlappen – Sind noch immer im Einsatz.
  • Thermoskanne – Brauchen wir nicht, nur für Kaffee…
  • Sprühflasche – Brauchen wir auch nicht.
  • Mandel- / Kokos-/ Lavendelöl Auf das teure Mandelöl hätte ich verzichten können. Das Standardglas Kokosöl vom DM tut es auch.
  • Handtücher, Kapuzenhandtücher – Wir brauchen viele Handtücher an der Wickelkommode. Kapuzenhandtücher finde ich auch toll.
  • Einmalwaschlappen – Unterwegs nutzen wir keine Stoff-Feuchtis, sondern die Einmalwaschlappen.
  • Wind-und-Wetter-Creme – Habe ich gaaaanz selten mal genutzt. Vielleicht kommt sie ja diesen Winter zum Einsatz.
  • Sonnencreme – Wir haben auch schon im 1. Lebensjahr Sonnencreme genutzt. Hierzu gibt es ja widersprüchliche Meinungen.
  • Wundsalbe – Weleda ist unser treuer Begleiter bei wundem Po.
  • Heilwolle – Nutzt vor allem mein Mann bei wundem Po. Ich sehe da irgendwie keine Verbesserung durch die Wolle.
  • Bürste – Unser Sohn liebt die Bürste!
  • Nagelschere – Wir nutzen einfach unsere.
  • Nasensauger – Wir haben so einen zum Ansaugen mit Mundstück aus der Apotheke geholt. Sohni wehrt sich aber mit Händen und Füßen, so dass wir in Erkältungszeiten auf andere Hausmittel zurückgreifen müssen.

 

Was wir außerdem noch im Nachhinein gekauft haben:

  • Wombagee Federwiege – Wunderschön und Gold wert!
  • Tripptrapp – Den Tripptrapp hat unser Sohn von meinen Schwiegereltern zur Taufe geschenkt bekommen. Beim zweiten würde ich ihn schon eher haben wollen mit Neugeborenenaufsatz.
  • Wollwalkanzug – Er war ein (von uns gewünschtes) Weihnachtsgeschenk meiner Schwiegereltern. Wir haben direkt Größe 74/80 gekauft und er passt dieses Jahr noch immer. Trotzdem werden wir uns die nächste Größe wieder zu Weihnachten wünschen.

 

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Schnuppertag als Stay-At-Home-Mum

Eins vorweg: Der Begriff Stay-At-Home-Mum klingt ja so viel besser als „Hausfrau (und Mutter)“. Wieso ist das so?

Ich hatte heute einen freien Tag. Ich hatte einen wundervollen Tag. Ich hatte einen Tag zu Hause mit meinem Sohn.
Heute war Reformationstag und unsere Tagesmutter hatte frei. Mein Mann und ich arbeiten in Berlin, daher hatten wir einen ganz normalen Arbeitstag. Also musste einer von uns Urlaub einreichen. Da ich mehr Tage zur Verfügung habe, übernahm ich. Ich war also heute einfach nur Hausfrau und Mutter.

In der Elternzeit wartete ich vergebens auf das Gefühl genug von der Zeit nur als Mama zu haben und auf die Vorfreude auf meine Arbeit. Doch beides blieb aus. Je länger dieser neue Alltag als WorkingMum andauert und all seine Tücken zeigt (wie z.B. eine kranke Tagesmutter), desto schwerer fällt es mir. Ich habe, wenn alles gut läuft, genau 3 Stunden mit meinem Sohn pro Tag. Natürlich sind da die Wochenenden, aber sie fühlen sich für mich wie der Tropfen auf den heißen Stein an.

Und so genoss ich den Tag zu Hause sehr. Wir frühstückten gemeinsam, ich erledigte ein bisschen Haushalt und mein Sohn „half“ mir dabei, indem er mit dem Akkustaubsauger durch die Wohnung wackelte. Wir gingen spazieren und mein Sohn spielte im Herbstlaub. Perfekter Moment um ein „Bewerbungsfoto“ für die Waldorf-Kita zu machen. Wieder zu Hause war es auch schon Zeit für Mittagessen und danach konnte ich ihm vor seinem Mittagsschlaf noch einen Kuss geben. Geschlagene drei Stunden machte das Kind Mittagsschlaf. In der Zeit habe ich weiter aufgeräumt (es war bitter nötig) und das Anmeldeformular für die Kita ausgefüllt. Außerdem bereitete ich noch eine kleine „Kreativwerkstatt“ für die Nachmittagsbeschäftigung vor.

Sohni hatte sehr viel Spaß beim ersten „selbstständigen“ Ausprobieren der Fingermalfarben. (Bisher durfte er immer nur seine Hand oder seinen Fuß als Stempel hin halten.) Ich hatte während seines Mittagsschlafs mit Malerkrepp eine Spirale und seinen Namen auf einem in der Mitte gefaltetem Tonpapier abgeklebt. Mit großer Begeisterung nahm er eine handvoll Rot und klatschte sie auf das Papier. Beim Verteilen half ich ihm. Ich erlebte diesen Moment mit ihm gemeinsam. Und wir hatten Spaß, sogar beim anschließenden Putzen.

Verteilt über den Nachmittag pendelten wir zwischen der Lese- und Spielecke im Wohnzimmer und dem Vorbereiten des Abendbrots in der Küche. Zum Vesper nahm Sohni kurzerhand Platz auf der Küchenarbeitsplatte und wir teilten uns einen halben Granatapfel, von dem er zu meiner Verwunderung immer wieder Nachschlag verlangte.

Abends kam mein Mann nach Hause. In entspannter Atmosphäre tauschten wir uns über den Tag aus und hatten beide viel zu erzählen. Kein Vergleich zu den normalen Wochentagen an denen das Kind immer schon ungeduldig und hungrig nörgelt, weil ich es noch nicht geschafft habe, das Abendbrot rechtzeitig vorzubereiten. Kein Vergleich zu den „Erzähl du doch mal was“-Vorwürfen, weil bei mir auf Arbeit nun einmal so gar nichts spannendes passiert in der Regel.

Ich weiß seit heute einfach, dass es (für mich) ein Fehler war nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen. …,dass wir über die Möglichkeit, dass ich vielleicht länger zu Hause bleibe nicht einmal nachgedacht haben. Und es keimt in mir der Wunsch es beim nächsten Mal anders zu machen. Doch wie? Und ist das nicht eigentlich verwerflich, sich so etwas in dieser modernen Zeit zu wünschen?

Derzeit ist vieles unterschwellig am Brodeln, die großen Veränderungen stehen quasi an der Startlinie und warten auf den Schuss. Mal sehen, wer das Rennen macht.

Guten Morgen | 26.10.16

Müde linse ich auf die leuchtenden Zahlen auf meinem Handy, „03:38“ steht da. Ich gähne und mir fällt ein, dass mein Mann ja heute die Nachtschicht übernimmt. Schnell drehe ich mich in unserem Gästebett nochmal um und mach die Augen wieder zu.

Um 05:30 Uhr klingelt mich dann der Wecker wach. Die milchfläschchen-/stillfreie Nächte in den letzten 14 Monaten lassen sich wohl an drei Fingern abzählen. Es ist erstaunlich, wie fit man sich nach so einer ruhigen Nacht fühlt. Ausgeschlafen wie ich bin (und man es um 05:30 Uhr im kalten Oktober sein kann), schleiche ich mich unsere „Selbstmördertreppe“ (laut Wikipedia nennt man sie auch Samba-Treppe, aber das ist mir zu positiv) hinunter. Auf dem Flur begrüßt mich auch schon ein nasser Schlafsack samt Schlafzeug. Alles klar, die Nacht scheint nicht spurlos an meinen Männern vorbeigegangen zu sein.

Ich trotte in die Küche und drücke auf den großen roten Knopf der Kaffemaschine bevor es weiter ins Bad geht. Komisch, meine Augenringe sind gar nicht weg. Die scheinen schon chronisch zu sein. Ich rette, was noch zu retten geht und packe dann meine und die Sachen meines Sohnes. Ich schütte etwas von dem braunen Lebenselixier in meinen Thermosbecher und mache mich auf den Weg meinen Mann zu wecken.

Das Schlafzimmer ist quasi ein Durchgangszimmer zum Kinderzimmer. Als ich in Richtung Ehebett schleiche, sehe ich, dass die Kinderzimmertür offen steht. Ich trete an die Deckenburg heran und vernehme zwei unterschiedliche Schnarchoktaven. Kurz hüpft mein Herz während ich die beiden so zusammengekuschelt anschaue.

Dann wacht erst der große Mann auf, erschreckt sich und macht den kleinen Mann wach. Der bemerkt mich sofort und beginnt weinend die Arme nach mir auszustrecken. Ich nehme ihn auf den Arm und rede ihm beruhigend zu. Wir kuscheln noch für einen kleinen Moment. Ich ahne schon, was mir bevorsteht als ich ihn seinem Papa auf den Schoß setze. Er beginnt fürchterlich zu weinen. Es ist kein empörtes Bockhörnchen-Schreien, sondern ein tief verzweifeltes und todtrauriges. Und so kann ich nicht anders als ihn noch einmal zu küssen und zu umarmen bevor ich los hechte. Noch beim Schuhe anziehen im Flur kann ich ihn weinen hören als er zum Wickeltisch getragen wird. Ich höre ihn auch noch als ich in Richtung Bushaltestelle laufe und an seinem Kinderzimmerfenster vorbeigehe. Doch noch mal zurück und beruhigen hat keinen Sinn und macht es nur noch schwerer für ihn – rede ich mir zu mindestens ein.

Auf den Bus wartend tippe ich via Whatsapp an den zweiten Erziehungsberechtigten (die 500 weinenden Emoticons müsst ihr euch an der Stelle denken): „Hoffentlich hat er sich schnell wieder beruhigt!“. Hört man ja immer: sobald die Tür ins Schloss fällt, haben die Kleinen den Abschiedsschmerz schon vergessen. Ganz genau, so wird es sein.

Doch mein Mann ruft vom Weg zur Arbeit an und berichtet mir, dass das Geschrei noch bis zum Losfahren so weiter ging. Und so kreisen die Gedanken bei der Arbeit ums Kind und ob er wenigstens bei seiner Tagesmutter einen schönen Tag hat.

 

Mitten im zweiten fünften Übungszyklus // Der schlechteste Mensch des Planeten

Schon fallen sie wieder, die Blätter. Eigentlich hatte ich mir doch vorgenommen, wieder viel mehr zu schreiben. Und viel professioneller. Ich hatte mir sogar ein NOTIZBUCH gekauft. So richtig motiviert hatte ich mir überlegt, wie oft ich welche Updates schreibe, einen Themenplan notiert… Na ja… Ihr wisst ja am besten, was daraus geworden ist.

Aber das Leben hält uns einfach auf Trapp. Mein Sohn bekommt gerade vier Backenzähne gleichzeitig, dazu kommen eine sehr hartnäckige Schnupfnase, der obligatorische Zahnungsstuhl und die Mauligkeit. Mein früher so sonniges, fröhliches und zufriedenes Baby ist verschwunden. Zu allem Übel wurde letzte Woche dann auch noch unsere Tagesmutter krank und wir mussten improvisieren.

Überschattet wird das ganze Alltagsgewusel von dem Tod eines Familienmitglieds, das einfach so mitten aus dem Leben gerissen wurde. Der (Paten-)Onkel meines Mannes starb nur eine Woche nachdem er wegen Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert wurde. Es war ein Hirntumor. Es ist einfach unbegreiflich und schrecklich. Vor allem für seine Frau und seine Kinder.

Und ich telefoniere am Samstag mit seinem Sohn (der Anruf war als Aufmunterung für die Witwe gedacht)… Und vergesse total, dass er am Freitag Geburtstag hatte. Natürlich hatten wir auch keine Karte geschrieben und nichts. Erst heute Morgen beim Blick in den Kalender fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Ich bin offiziell der schlechteste Mensch des Planeten.

Und ich weiß nicht, woran es liegt, aber derzeit fühle ich mich einfach total überrollt vom Leben. Immer wieder sitzt mir da etwas im Nacken, dass mir zuzuflüstern scheint „Du wirst nichts und niemandem gerecht.“
Der Job tröpfelt so vor sich hin, die Bewerbungen verlaufen sich im Sande, mein Kind ist morgens der erste und abends der letzte bei der Tagesmutter, erscheint unzufrieden, meine Wohnung gleicht einer Junggesellenbude, mein Mann und ich streiten viel zu oft, mit meinen Eltern liegt noch immer viel im Argen, ich fühle mich hässlich und uneinfühlsam, gedankenlos.

Aber ich tröste mich damit, dass es sich einfach um einen Herbst-Blues handelt und dass alles besser wird, wenn nur erst die vier Backenzähne draußen sind.

An der Kinderwunschfront gibt es soweit auch nichts Neues. In den letzten fünf Zyklen hatte ich laut Clearblue nur einen Eisprung, das macht es natürlich auch nicht einfacher. Diesen Monat habe ich angefangen zusätzlich noch die „normalen“ Ovulationstests zu machen. Heute ist ZT 16 und gestern zeigte cb das erste Mal für diesen Monat „hoch“ an und auch auf dem anderen Teststreifen war das erste Mal eine zweite Linie. Und ich habe beschlossen, für diesen Zyklus einfach mal guter Dinge zu sein. Hat ja beim letzten Mal auch geholfen!

Die Chancen für ein Wiederaufleben des Blogs stehen übrigens gut – diese Woche sollte unser neues Laptop eintrudeln, sodass ich wieder öfters auch außerhalb der Mini-Tastatur auf meinem Handy tätig sein kann.

Ich halte euch (hoffentlich wieder regelmäßig) auf dem Laufenden. Drückt mir die Daumen, dass es gar nicht erst dazu kommen braucht, meinen Mann von der Idee mit der „Winterpause“ beim Hibbeln abzubringen. Da hat er doch tatsächlich geäußert, dass er über die ETs von Oktober bis April eine Pause einlegen will… Was haltet ihr von soetwas?

Zweiter dritter Übungszyklus

Tja, was soll ich sagen. Dass dieser Zyklus nicht der Glückszyklus wird, war mir irgendwie schon vorher klar und wurde dann von meinem kleinen Freund dem Clearblue Computer insofern bestätigt, dass er einfach wieder keinen Max heraus rücken wollte.

Ich habe aber ein gutes Gefühl für den nächsten Zyklus – ET wäre der 18.06.17, der Geburtstag meines Mannes. Es besteht die Gefahr, dass ich mich wiederhole, aber so ein Juni-Baby, das wäre schon schön! Vor allem müssten mein Mann und ich nie wieder unsere Geburtstage feiern, wie toll wäre das denn?

TGIF! ….oh wait, I’m a mom.

Seit über einem Jahr habe ich also meine erste volle Arbeitswoche hinter mich gebracht. Allein der Gedanke an den Wiedereinstieg (eigentlich wollte ich Wider-Einstieg schreiben, Freud lässt grüßen) sorgte dafür, dass ich die letzten Monate meiner Elternzeit sehr gereizt war. Nicht so sehr das Arbeiten machte mir zu schaffen, mehr die parallel durch meinen Mann betriebene Eingewöhnung und die damit verbundene Fremdbetreuung meines Kindes.

Eigentlich kommen wir aber ganz gut klar mit diesem neuen Alltag. Die Abschiede sind zu 70% ohne Tränen und auch tagsüber werde ich wohl nur am Rande mal von meinem Sohn mit „mamama“ erwähnt. Obwohl ich mit unserer Entscheidung schon haderte, scheinen wir mit der Auswahl der Tagesmutter genau richtig entschieden zu haben. Sie versorgt uns mit Bildern, fummelt sich ins Thema Stoffwindeln für uns rein, hat kein Problem damit, dass unser Sohn nur im Reboarder Auto fährt und am wichtigsten: geht liebevoll, aber zurückhaltend mit unserem Sohn um. Ich bin gespannt, wie unserem Baby der Alltag bei ihr langfristig gefallen wird.

Wenn ich dann zu Hause bin ist der kleine Mann immer sehr anhänglich. Es muss für ihn aber einfach auch unglaublich viel sein: Mama weg, neuer Tagesablauf, fremde Kinder, neue Bezugsperson, … Auch nachts gab es daher wieder einen Schritt „zurück“ – zurück zu uns ins Ehebett. Gerade tut es mir auch wieder besonders leid, dass ich abgestillt und nicht durchgehalten habe.

An eine Eingewöhnung für die Muttis denkt ja immer keiner. Ich muss einfach so wieder in meiner Fremdbetreuung aka Büro klar kommen. Und ich würde behaupten, das gelingt mir auch. Selbst nach einigen turbulenten Nächten mit wenig Schlaf konnte ich im Büro gut anpacken und habe viel geschafft. Ein wenig skeptisch bin ich noch, wie es mit der Teilzeitarbeit klappt. Das Arbeitspensum ist perfekt in den 30h zu bewältigen, allerdings wäre meine reine Präsenz manchmal noch bis 17 Uhr nötig. Ich hoffe, wir können diese Situationen dann immer irgendwie ohne größere Katastrophen organisieren.

Nun sitze ich mit 4 Überstunden mehr auf dem Konto in der Bahn in Richtung Wochenende. Meine Männer werden mich abholen und vermutlich winkt mein Kind wieder jedem zu außer mir.

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Ein Grund zum Feiern

Seit Wochen schon kullern immer wieder die Tränen. Das schönste Jahr meines Lebens, so scheint es, geht zu Ende. Den ganzen Tag heute wurde geputzt, geräumt, geschmückt und vorbereitet um genau das zu feiern. Immer wieder ertappe ich mich bei dem Gedanken: „Und letztes Jahr um die Zeit…“

Weil aus eins und eins vor einem Jahr drei wurde.

Und so schnell wie die letzten 364 Tage verging auch dieser. Ich brachte meinen Sohn ins Bett, wie eigentlich fast jede Nacht im letzten Jahr. Doch es fühlte sich so besonders an. Morgen, so spielt mir mein Herz vor, guckt dich aus dem Bett schon ein großer Junge an.

Dabei passiert das gar nicht über Nacht, sondern ganz schleichend. Wie konnte aus diesem kleinen Bündel nur so schnell ein so frecher, aufgeweckter und fröhlicher Junge werden? 

Und gerade als ich mich langsam  mit dem Gedanken abgefunden hatte, dass wir morgen nun ersten Geburtstag feiern, sagt mein Mann: „Nächstes Jahr ist er ja dann vielleicht sogar schon ganz aufgeregt vor seinem zweiten Geburtstag!“
Moment mal, zweiter Geburtstag? Soll das denn jetzt immer so weiter gehen? Können wir bei eins nicht auf die Stopptaste drücken? Wie soll ich das denn jedes Jahr aufs neue aushalten?